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Neue Formen der Arbeit – Arbeitsplätze redesigned



NEUE FORMEN DER ARBEIT

Seit Generationen erforscht Bene die Büroarbeit und deren Veränderungen. Basierend auf dieser kontinuierlichen Trendforschung werden innovative Raumkonzepte entwickelt. In den vergangenen Jahren wurde eines immer klarer: Die fortschreitende Digitalisierung und die technologischen Entwicklungen intensivieren die Verbindungen von Menschen und Organisationen über Ländergrenzen und Kontinente hinweg. Heute ist der Mensch mobiler und flexibler denn je. Damit fügen sich auch Berufs- und Privatleben immer mehr ineinander. Das Leben wird individueller und vielseitiger, aber auch komplexer.

Workshifting

Studien wie etwa der Global Workshifting Index von Citrix Systems (2012) belegen, dass Arbeit zunehmend mobiler und ortsunabhängiger wird. Während sich in den vergangenen Jahren viele Unternehmen im Rahmen von Workshifting-Ansätzen auf die Bereitstellung einer technologischen Arbeitsumgebung besannen, die es Mitarbeitern ermöglicht, auch von zu Hause aus zu arbeiten, geht der Trend heute wieder in eine andere Richtung. So wurde beispielsweise 2017 bekannt, dass der IT-Konzern IBM seine Mitarbeiter aus den Home Offices zurück an seine Standorte holt. Nur „Schulter an Schulter“, so wird argumentiert, entstehen echte Kreativität und Inspiration. Wenngleich die physische Anwesenheit bei bestimmten Tätigkeiten zweckmäßig ist und daher wieder in den Fokus rückt, wird gleichzeitig in vielerlei Hinsicht größere Flexibilität erwartet.

              

Nicht nur die Generation Y ist es inzwischen gewohnt, überall – auf dem Flughafen, im Coworking Space etc. – auf ihre Daten zugreifen zu können. Weiters macht sich zunehmend ein Trend zu projektorientierten Arbeitsweisen bemerkbar. Dr. Tamara Carleton, Gründerin, Geschäftsführerin Innovation Leadership Board, beschreibt es so: „Wir folgen eher einem, Hollywood-Betriebsmodell‘: Je nach Projekt suchen wir uns die geeigneten Partner aus. Ob im nächsten Projekt andere zum Zug kommen, hängt von den spezifischen Anforderungen und den Erfahrungen aus der vorherigen Zusammenarbeit ab.“

Work Life Integration

“In Europa, ist die Work-Life-Integration sicher ein Thema im Sinne von Selbstverwirklichung. Die Möglichkeit, selbstbestimmt und kreativ zu arbeiten, sich Freiräume zu schaffen und immer wieder interessante Gesprächspartner zu haben – seien es Kollegen oder auch Führungskräfte – wird den Menschen immer wichtiger.“ Prof. Dr. Marion Weissenberger-Eibl.

                           

Wir verwenden den Begriff Work/Life Integration anstelle von Work/Life Balance da letzterer eine binäre Opposition zischen Leben und Arbeit darstellt. Zumindest entsteht eine Art Wettbewerb zwischen den beiden Elementen. Work-Life Integration ist ein Ansatz der mehr Synergien zwischen allen Bereichen, die das „Leben“ definieren, schafft: Arbeit, Heim/Familie, Gemeinschaft, Wohlgefühl und Gesundheit.

The Bedeutung des Arbeitsplatzes

Welche Aufgabe erfüllt nun das Büro in einer flexibilisierten Arbeitswelt? In dieser Frage zeigen sich die Meinungen der Experten facettenreich. Die einen sehen im physischen Raum als Ort der Begegnung und des Austausches eine Basis für die Vertrauensbildung: „Ich denke, alle Leute in Organisationen sind Individuen, sie gehören Stämmen an, haben Kulturen und Rituale. Darauf wird im Allgemeinen nicht geachtet. Die Lösung liegt im Verstehen dieser Stämme und dieser Rituale. Ein Beispiel: Das Sonntagsessen ist ein Ritual, das eine Familie heute vereint. Wie kann man im Arbeitskontext aus so etwas Kapital schlagen und das Beste daraus machen, um Vertrauen und Gemeinschaft aufzubauen? In Bezug auf die Zukunft ist, so denke ich, der Arbeitsplatz ein Ort, an dem mehr davon stattfinden sollte“, meint Ali Ganjavian, Co-Gründer Studio Banana. Andere sehen das skeptisch. „Ich glaube nicht, dass der Arbeitgeber unbedingt den Gemeinschaftsgedanken fördern muss, sondern dass Arbeit von den meisten Menschen, immer noch, in erster Linie verrichtet wird, um Geld zu verdienen“, meint etwa Prof. James Woudhuysen, Journalist, Gastprofessor London South Bank University. Wieder andere rücken den Raum als Identitätsstifter in den Fokus, der eine gemeinsame Kultur und Vision zum Ausdruck bringt. „Viele Leute sagen, dass es in Zukunft keine Büros, keine Haupt quartiere mehr geben wird, weil wir alle vernetzt und Nomaden sind: Wir arbeiten jederzeit und überall von verschiedenen Orten aus. Doch erst der physische Raum bietet uns den geeigneten Platz für die Entwicklung einer gemein samen Kultur und Vision. Deswegen ist er bedeutsam für das Zugehörigkeitsgefühl des Einzelnen zum ganzen Unternehmen. Für mich stellt sich die Frage, ob wir in dieser digitalen Welt eine Evolution des Raums sehen werden, um dieser Art von Anforderungen gerecht zu werden“, meint Dr. Klaus Sandbiller, Head of Group Real Estate Portfolio, Transactions & Projects, UniCredit.

Neue Arbeitsplätze

Auch in Sachen Mitarbeiterbindung wird der Gestaltung des Arbeitsplatzes weiterhin große Bedeutung beigemessen. „Unternehmen ist es wichtig, dass ihre Räumlichkeiten repräsentativ sind. Einerseits nach außen, aber auch nach innen, weil das bei der Suche nach guten Mitarbeitern bedeutsam ist“, unterstreicht beispielsweise Sarah Claes, Projektleiterin Zenon Concept GmbH. „Das Wohlbefinden der Mitarbeiter rückt stärker in den Vordergrund. Es müssen vermehrt Räume geschaffen werden, in denen die Begegnung und die Gesundheit bewusst gefördert werden: Kommunikationsräume, Rückzugsräume mit Möbeln zur Entspannung ebenso wie Flächen, um Sport zu betreiben oder zu lesen, im besten Fall auch Außenbereiche. Nicht nur, weil man hofft, dass dadurch effizienter gearbeitet wird, sondern auch, weil Unternehmen in einem größeren Wettbewerb stehen. Durch die Globalisierung der Arbeitswelt haben auch die Mitarbeiter mehr Möglichkeiten auszuwählen, und das tun sie nicht nur nach Verdienstmöglichkeiten, sondern auch nach Lebensqualität“, führt Wilhelm Schünemann, Projektleiter Zenon Concept GmbH, weiter aus.

                            

Die logische Konsequenz: Arbeitsplätze, die Individualität, Flexibilität und Organisation fördern. Zusammen mit dem renommierten österreichischen Produktdesigner Thomas Feichtner hat Bene STUDIO entwickelt – ein modulares Workplace System, das dem persönlichen Work- und Lifestyle folgt.

 

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